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KI meets Ordnung: Intelligente Radartechnologie für eine datenschutzkonforme Überwachung im öffentlichen Raum

Die Anforderungen an kommunale Ordnungsdienste wachsen stetig. Öffentliche Flächen wie Spielplätze, Bolzplätze und Schulhöfe sind regelmäßig von Regelverstößen betroffen – etwa durch nächtliche Aufenthalte, Lärmbelästigung, Alkoholkonsum oder Vandalismus. Gleichzeitig sind die personellen Ressourcen begrenzt, und klassische Kontrollmaßnahmen stoßen an ihre Grenzen. Das Projekt „KI meets Ordnung“, initiiert in der digitalen Modellkommune Gelsenkirchen, zeigt, wie moderne Sensortechnologie und intelligente Datenverarbeitung diesen Herausforderungen wirksam begegnen können.
 



Innovativ statt invasiv: Warum Gelsenkirchen auf Radar statt Kamera setzt

Die Stadt Gelsenkirchen suchte nach einer Lösung, die zuverlässig, datenschutzkonform und gesellschaftlich akzeptiert ist. Eine klassische Videoüberwachung wurde aus Gründen der DSGVO, fehlender Ermächtigungsgrundlagen und mangelnder Akzeptanz ausgeschlossen. Auch KI-gestützte Bildanalyse per Edge-Computing wurde verworfen. Stattdessen wurde ein innovativer Ansatz gewählt: die Kombination aus Radarsensorik und KI-basierter Echtzeitanalyse.
 



Intelligente Systemarchitektur für den kommunalen Einsatz 🧩

Die Stärke von „KI meets Ordnung“ liegt in der intelligenten Verbindung aus leistungsfähiger Sensorik, datensparsamer Analyse und intuitiver Bedienbarkeit. Die technische Architektur ist so konzipiert, dass sie höchste Datenschutzanforderungen erfüllt, flexibel skalierbar ist und sich nahtlos in kommunale Abläufe integrieren lässt. Sie besteht aus drei zentralen Komponenten:
 


Sensorik mit KI-Funktionalität

Der Security Radar erkennt Bewegungen auf bis zu 5.600 m² bei Personen. Mit 180° horizontaler Abdeckung und integrierter Machine-Learning-Analyse ermöglicht der Sensor eine präzise Objekterkennung – ganz ohne Videoaufzeichnung. Erfassungszonen, virtuelle „Stolperdrähte“, Störfilter und Empfindlichkeitsstufen sind individuell konfigurierbar.


Datenplattform und Ereignisbewertung

Die Sensordaten werden in Echtzeit an eine zentrale Plattform übermittelt. Dort erfolgt die Analyse anhand definierter Szenarien. Bei Überschreitung konfigurierbarer Schwellenwerte wird automatisch eine Alarmierung ausgelöst. Die Plattform ist skalierbar und lässt sich flexibel an örtliche Anforderungen anpassen.


Webfrontend für Leitstellen

Das Webfrontend bietet der Leitstelle Live-Zugriff auf das Radarbild, konfigurierbare Alarmierungszeiträume und eine flexible Definition der Alarmempfänger. Die Oberfläche ist intuitiv bedienbar und unterstützt eine schnelle Lageeinschätzung sowie gezielte Reaktion durch den kommunalen Ordnungsdienst.



Von der Planung bis zum Betrieb: So gelingt die Einführung vor Ort

Die Einführung der Lösung erfolgt modular und wird individuell auf die Anforderungen des Einsatzortes abgestimmt. Hier die wichtigsten Schritte im Überblick:

Installation und Konfiguration:
  • Montage der Radarsensoren durch zertifizierte Dienstleister
  • Ausrichtung und Parametrisierung durch das Projektteam
  • Installation an Wand oder Masten
  • Inklusive Befestigungsmaterial und Montagesupport
Systemintegration und Schulung:
  • Einrichtung der Datenplattform und Analyse-Logik
  • Konfiguration des Webfrontends für die Leitstelle
  • Einweisung in Bedienung, Alarmsteuerung und Dokumentation
  • Optional: individuelle Softwareanpassungen
Infrastruktur und Netzwerkanbindung:
  • Stromversorgung über PoE (Power over Ethernet)
  • Stabile Internetanbindung per Kabel für Daten und Fernwartung
  • Optional: Outdoor-PoE-Switch mit LTE-Router
  • Integrierter Überspannungsschutz für Außeneinsatz
Betrieb und Kostenstruktur:
  • Monatliche Lizenz für Plattform, Analyse und Frontend
  • Einmalige Hardwarekosten 
  • Projektpreis abhängig vom gewünschten Leistungsumfang
  • Transparente Betriebskosten für langfristige Planungssicherheit


Kommunaler KI-Einsatz

Praxisbeispiel Bonn 🏫

Auch die Bundesstadt Bonn setzt inzwischen auf KI-gestützte Radarüberwachung im öffentlichen Raum. An der Kreuzbergschule in Bonn-Lengsdorf überwacht seit Kurzem ein Radarsystem den Schulhof. Bewegungen auf dem Gelände werden in Echtzeit erkannt und automatisch an das Ordnungsamt gemeldet – vollständig datenschutzkonform, denn es werden keine personenbezogenen Daten erfasst. Personen erscheinen lediglich als abstrahierte Punkte auf dem Radarbild.

Ziel ist es, nächtliche Störungen, Vandalismus und Einbrüche zu verhindern – etwa beschädigte Zäune oder eingeschlagene Fensterscheiben. Die Stadt Bonn plant bereits den nächsten Schritt: Auch am Trinkpavillon in Bad Godesberg soll das System demnächst eingesetzt werden. Damit ist „KI meets Ordnung“ nun auch in Bonn angekommen – als skalierbare Lösung für mehr Sicherheit auf Schulhöfen, Spielplätzen und anderen sensiblen Bereichen im öffentlichen Raum.

🔗 Beitrag in der ARD-Mediathek anschauen


Kommunaler KI-Einsatz

Praxisbeispiel Gelsenkirchen 🛝

In Gelsenkirchen setzt das Referat „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ seit über zwei Jahren auf KI-gestützte Radarüberwachung, um Ordnungsstörungen auf Schulhöfen und Spielplätzen wirksam zu reduzieren. An fünf Standorten wurde die Technologie erfolgreich eingeführt. 2024 wurde der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in 53 Fällen durch Radarmeldungen alarmiert – in 40 Fällen verließen die Personen das Gelände bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte. Im Vergleich zu über 500 Kontrollen im Jahr 2023 zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Einsätze und Beschwerden, was auf die optimierte Vorprüfung durch Live-Radarbilder sowie die abschreckende Wirkung der Sensorik zurückzuführen ist.

Auch die nächsten Schritte sind geplant: Der neue Kinderspielplatz im „Sportgarten“ an der Glückauf-Kampfbahn wird zur Eröffnung im Sommer 2025 ebenfalls radarüberwacht. 


Digitale Intelligenz braucht klare Grenzen: Datenschutz als Kompass für KI im öffentlichen Raum 🔐


„KI meets Ordnung“ steht für einen neuen Standard im kommunalen Einsatz intelligenter Technologien. Die Lösung basiert auf anonymisierter Radarsensorik statt Videoüberwachung – Personen erscheinen lediglich als abstrahierte Punkte, ohne dass Bilddaten erhoben oder gespeichert werden. Damit erfüllt das System höchste DSGVO-Anforderungen und schafft Vertrauen bei politischen Entscheidungsträgern ebenso wie bei Bürgerinnen und Bürgern.

Diese datensparsame Architektur ist nicht nur rechtlich unbedenklich, sondern auch gesellschaftlich breit akzeptiert. WDR, RTL und WAZ berichteten mehrfach über das Projekt und betonten, wie KI-gestützte Radartechnologie zur Früherkennung von Gefahrensituationen beiträgt – und so die Lebensqualität im urbanen Raum verbessert.

Die Kombination aus technischer Innovation, Datenschutz und Akzeptanz macht das Projekt zu einem zukunftsweisenden Modell für Städte und Gemeinden. Die erfolgreiche Umsetzung in die kommunale Praxis wurde maßgeblich durch die technische Expertise und Begleitung der comNET Systemhausgruppe ermöglicht.



Mehr Sicherheit für Ihre Kommune? Wir beraten Sie gerne. 


Nutzen Sie intelligente Radartechnologie für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum – datenschutzkonform, skalierbar und praxiserprobt. Lassen Sie sich unverbindlich beraten und erfahren Sie, wie die Lösung auch in Ihrer Kommune oder Organisation eingesetzt werden kann.

Phone: +49 (511) 35 86 50
Mail: ki-meets-ordnung@remove-this.comnet-solutions.de
 

Weitere Kontaktmöglichkeiten
 



Weitere Informationen finden Sie hier:

🔗 KI meets Ordnung: Flyer