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Sicherheit und Datenschutz

Radar-Überwachung am Campus W: Wie die Wedemark gegen Vandalismus am Schulzentrum in Mellendorf vorgeht.


Mit neuer Technik will die Gemeinde Wedemark gegen Vandalismus am Campus W in Mellendorf vorgehen. Ein Radarsystem, gekoppelt mit Künstlicher Intelligenz und einem Lautsprecher, soll bei der Überwachung helfen, ohne gegen Datenschutzregeln zu verstoßen. Wie funktioniert das?

Mellendorf: Können Radar und KI den Vandalismus an Schule in Mellendorf stoppen? Ein innovativer Ansatz! Die Schäden summieren sich in schwindel-erregende Höhen: 135.000,-- Euro habe die Gemeinde im vergangenen Jahr für Reparaturen nach Vandalismusschäden ausgegeben, sagt der Erste Gemeinderat Florian Lübeck. „Das kann doch nicht einfach so weitergehen“, habe man sich in der Gemeindespitze gesagt. Nun soll ein neuartiges System, basierend auf Radarsignalen und Künstlicher Intelligenz, Abhilfe schaffen.

Das Problem: Auf den weitläufigen und nicht abgezäunten Schulhöfen rund um IGS, Gymnasium, Realschule, Grundschule Mellendorf und Wedemark-Sporthalle tummeln sich besonders in der warmen Jahreszeit immer wieder Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener, trinken Alkohol, hinterlassen Müll und teilweise auch Graffiti und Zerstörungen.


 

Erste Anlage auf dem Realschulhof

„Hier haben sie es neulich sogar geschafft, das Metallnetz von der Tischtennisplatte abzutreten“, sagt Lübeck und weist auf eine der steinernen Platten auf dem Schulhof der Realschule. Dieser liegt etwas abgeschieden und hat einige Sitzgelegenheiten – damit ist er offenbar prädestiniert für nächtliche Besuche. Er soll Testfeld für ein erstes Exemplar der Überwachungsanlage werden.

Die Datenschutzgrundverordnung verbietet es, in öffentlichen Bereichen Videobilder aufzunehmen und personenbezogene Daten zu verarbeiten. Das neue System verzichtet auf Identifizierung. Mithilfe künstlicher Intelligenz könne es allerdings Tiere von Menschen unterscheiden, erläutert Lübeck. Wenn sie sich nachts auf dem Gelände bewegen, zeigen die Empfangsgeräte Punkte an, keine Bilder. Das System arbeite überdies nur außerhalb der Öffnungszeiten des Campus: Von 20 bis 7 Uhr soll das Schulgelände nicht betreten werden.

Erst Ton, dann Durchsage, schließlich Alarm

Kommt es dann zu nächtlichen Besuchen, reagiert das System in drei Stufen. Zuerst gebe es ein akustisches Signal aus, schildert Lübeck. Dann folgten Lautsprecherdurchsagen mit Hinweisen auf die Hausordnung. Erst wenn das alles nicht wirke, informiere das System den Sicherheitsdienst oder alarmiere sogar die Polizei, falls nötig. Immer wieder kommt es auch zu Einbrüchen in die Schulgebäude – dann greifen die Beamten ein.

„Uns ist wichtig, die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Persönlichkeitsrechte der Menschen zu schützen, die sich nichts zuschulden kommen lassen“, erläutert Lübeck. Deshalb setze man auf diese moderne Lösung.

Erste Installation in den Osterferien

Das System, das die Firma ComNET aus Hannover liefert, besteht aus einem Radargerät, das an einer Wand installiert wird und einen weiten Kreis davor abdeckt, und einem Lautsprecher, über den Töne und Durchsagen abgespielt werden. Dazu kommen die digitalen Anschlüsse. Die Bewegungsbilder, die das System liefert, können die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes auf dem Smartphone empfangen. Die teuren Geräte sollen an möglichst unerreichbaren Stellen installiert werden, damit sie nicht selbst Vandalismus zum Opfer fallen.

Das erste Set soll voraussichtlich in den Osterferien am Schulhof installiert werden, sagt Lübeck noch. Die Anschaffung koste 17.000,-- Euro, die Betreuung durch die comNET jährlich um die 1.000,-- Euro. Ganz allein wird es nicht die Sicherheit gewährleisten müssen, wie Lübeck noch erläutert: „Im Sommer geht der Sicherheitsdienst hier regelmäßig auf Streife.“

 

Funktioniert das System auch an Bahnhöfen?

Dass das bisher nicht so ist, zeigen zahlreiche Schmierereien auf Schulhofmöblierung, Installationen – und auch auf den Hinweisschildern, auf denen die Hausordnung zu lesen ist. Sie sollen bald erneuert werden – und auch darauf ausgerichtet sein, dass Graffiti sich leichter davon entfernen lassen.

Bewährt sich das System, könne es auch in weiteren sicherheitsrelevanten Bereichen angewendet werden, meint Lübeck. Er sei auch mit der Deutschen Bahn im Gespräch darüber, ob sich ähnliche Technologien auch an den S-Bahn-Haltepunkten der Wedemark einsetzen lassen.

Quelle:  HAZ-Hannoverschen Allgemeinen Zeitung – Autorin: Kathrin Götze



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